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Italienischer Luxus erobert Shanghai. Wie kann italienisches Luxusmöbel den chinesischen Markt erobern?
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Italienischer Luxus erobert Shanghai. Wie kann italienisches Luxusmöbel den chinesischen Markt erobern?

2025-06-26

Die Dexelance Group zählt zu den führenden Unternehmen im italienischen High-End-Designsektor. Sie vereint mehrere Marken mit einzigartiger Positionierung und bildet strategische Allianzen durch komplementäre Geschäftsfelder. Anfang Juni dieses Jahres eröffnete die Gruppe ihren neuen Hauptsitz in Shanghai und schuf exklusive Ausstellungsflächen für ihre Marken Gervasoni, Meridiani, Davide Groppi, Saba Italia und Turri. Dies ist nach New York und London der dritte Auslandsstandort der Gruppe weltweit.

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Um auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen und sich als Branchenführer und wichtiger Akteur zu etablieren, ist eine aktive Integration in den lokalen Markt unerlässlich. Giorgio Gobbi, Geschäftsführer der Dexelance Group, betonte kürzlich in einem Exklusivinterview mit einem Reporter des 21st Century Business Herald, dass dies ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte und ein weiterer Beweis für die Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen sei. „Wir werden die internationale Präsenz von Dexelance ausbauen und unsere Unternehmen beim Eintritt in neue Märkte unterstützen.“ Und ihnen ein stetig wachsendes Netzwerk an Kunden und Partnern zur Verfügung stellen.

Obwohl der Umsatz von Dexelance in China im Jahr 2024 nur etwa 4 % des Gesamtumsatzes der Gruppe ausmachte, ist Giorgio Gobbi überzeugt, dass der chinesische Markt enormes Potenzial birgt und künftig ein rasantes Wachstum verzeichnen wird. Er sah zahlreiche Integrationsmöglichkeiten zwischen „Made in Italy“ und dem chinesischen Markt und plante daher frühzeitig entsprechende Maßnahmen.

Der neue Hauptsitz in Shanghai: Ein strategischer Schwerpunkt zur Vertiefung der Lokalisierung

21. Jahrhundert: Warum wurde Shanghai als Standort für die neue Firmenzentrale gewählt?

Giorgio Gobbi: Die Antwort ist einfach: Um auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen und Marktführer zu werden, muss man sich tief in die lokale Gemeinschaft integrieren. Als das Projekt vor zehn Jahren startete, war uns bewusst, dass China ein Schlüsselmarkt werden würde. Zunächst eröffneten wir ein Büro in Suzhou, planten aber von Anfang an, nach Shanghai umzuziehen – einem Zentrum für Architekten und Designer –, sobald die Marke und die Institution etabliert waren. Aus demselben Grund haben wir auch Niederlassungen in New York und London gegründet.

21. Jahrhundert: Wie lässt sich italienisches Design mit dem Geschmack chinesischer Konsumenten in Einklang bringen?

Giorgio Gobbi: Eine sehr gute Frage! Genau aus diesem Grund haben wir Tochtergesellschaften und Teams vor Ort in China gegründet. Die Dexelance Group vereint hochwertige italienische Designmöbel- und Leuchtenmarken mit hohem kommerziellen Wert und hat sich zum Ziel gesetzt, den italienischen Lebensstil in die Welt zu tragen. Jede Marke verkörpert ein einzigartiges italienisches Ideal – Stil, Mode und Lifestyle. Dies erfordert jedoch zwangsläufig eine zusätzliche Aufgabe, die ich „kulturelle Übersetzung“ nenne. Daher haben wir hier ein professionelles Team aufgebaut, dessen Aufgabe es ist, die Arbeitsmethoden, Vertriebsmodelle und Produkteigenschaften der Gruppe präzise an die Bedürfnisse des chinesischen Marktes anzupassen. Italienisches Design und chinesischen Geschmack in Einklang zu bringen, ist der Kern unserer täglichen Arbeit.

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21st Century: Planen Sie eine Zusammenarbeit mit lokalen Designern?

Giorgio Gobbi: Natürlich! Wir beschränken uns keineswegs auf italienische Designer. Im Luxussegment sind Designer und Architekten genauso wichtig wie die Endkunden. Wir müssen die Designer und Architekten in China gezielt ansprechen. Die ursprüngliche Idee für diesen dreistöckigen neuen Hauptsitz war es, einen Raum für Designer zu schaffen, in dem sie ihre Kunden empfangen können. In gewisser Weise ist es ein Ort der Inspiration.

21. Jahrhundert: Welchen Anteil hat China am weltweiten Umsatz des Konzerns?

Giorgio Gobbi: Aktuell liegt der Anteil bei etwa 4 %. Das ist zwar nicht viel, birgt aber großes Zukunftspotenzial. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der chinesische Markt zum wichtigsten Markt für hochwertige Design- und Beleuchtungsprodukte wird. Ich bin überzeugt, dass Chinas Anteil in den kommenden Jahren deutlich steigen wird.

Die stabilen Gene des High-End-Marktes: 40 Milliarden Euro und Langfristigkeit

21. Jahrhundert: Werden sich aktuelle Unsicherheiten wie Schifffahrtsprobleme und Marktschwankungen auf die Geschäftstätigkeit in China auswirken? Wird die Nutzung lokaler Lager oder Ressourcen in Zukunft zunehmen?

Giorgio Gobbi: Der Einfluss ist vorhanden, aber begrenzt. Obwohl der Luxusmarkt durch geopolitische Unsicherheiten beeinträchtigt wird, ist er insgesamt relativ stabil. Der globale Markt für hochwertige Möbel und Beleuchtung hat ein Volumen von rund 40 Milliarden Euro und verzeichnete in den letzten 20 Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4 bis 5 Prozent (mit gelegentlichen Schwankungen).

Wir beliefern hauptsächlich Immobilienprojekte und langfristige Vorhaben. Kurzfristige Turbulenzen können das Endkundenvertrauen beeinträchtigen, der langfristige Trend ist jedoch stabil. Daher blicken wir optimistisch in die Zukunft. Große Lagerbestände in lokalen oder globalen Lagern anzulegen, ist keine zielführende Strategie, da der Kern des High-End-Marktes in der Maßanfertigung liegt. Allein das Sofa, auf dem ich sitze, kann tausendfach variiert werden – Stoff, Verarbeitung, Größe und Komfort sind individuell anpassbar. Alle Produkte sind Einzelanfertigungen und werden nach den individuellen Wünschen von Architekten, Designern oder Kunden maßgefertigt. Sie sind nicht lagernd.

21. Jahrhundert: Wie werden die Unternehmen auf den gegenwärtig eher vorsichtigen Konsum reagieren?

Giorgio Gobbi: Das ist ein globaler Trend, der auch unsere Branche betrifft. Wir verkaufen jedoch langlebige Produkte, die üblicherweise in langfristigen Projekten mit Entscheidungszyklen von mehreren Monaten oder sogar Jahren zum Einsatz kommen. Obwohl die Hotelbranche während der Pandemie stark getroffen wurde, kam der Neubau von Hotels nicht zum Erliegen, da alle mit einer Erholung der Nachfrage nach der Pandemie rechneten. Dasselbe gilt für den Wohnungsbau.

21. Jahrhundert: Werden Sie neben Luxusresidenzen auch Boutique-Hotels oder Gewerbeprojekte in Betracht ziehen?

Giorgio Gobbi: Ja, alle Marken machen das. Unser Ziel ist es, den italienischen Lebensstil in die Welt zu tragen. Dieses Erlebnis beschränkt sich nicht auf die eigenen vier Wände; man kann es auch im Urlaub in exquisiten Hotels oder Resorts genießen. Wir statten seit Langem Luxushotels, Boutique-Hotels, Restaurants und Resorts weltweit mit Möbeln und Beleuchtungslösungen aus, und der chinesische Markt ist ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt.

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Die Herausforderung der Produktfälschung: Einen Wettbewerbsvorteil durch „Produkt + Erlebnis“ schaffen

21. Jahrhundert: Wird das zahlreiche online erhältliche Billigmöbelangebot Auswirkungen auf die Preisgestaltung oder den stationären Handel haben?

Giorgio Gobbi: Die tatsächlichen Auswirkungen sind nicht signifikant. Unsere Produkte sind in der Regel große, schwere und teure Sonderanfertigungen. Nehmen wir dieses Sofa als Beispiel. Kunden können aus Hunderten von Stoffarten wählen. Der Onlinehandel ist nicht der beste Weg, solche Produkte zu liefern – es sind Vor-Ort-Inspektionen durch Fachkräfte erforderlich, um sicherzustellen, dass die Produkte durch Aufzüge und Türen transportiert und ordnungsgemäß platziert werden können. Daher ist jedes Produkt auf lokalen Kundenservice angewiesen, der nur von stationären Händlern gewährleistet werden kann.

Im 21. Jahrhundert gibt es zahlreiche Imitationen auf dem Markt. Wie können wir den Verbrauchern den Wert von Originaldesigns vermitteln?

Giorgio Gobbi: Es geht um „Erlebnisse, die über bloße Produkte hinausgehen“. Dazu eine lustige Anekdote: Kürzlich stand in meinem Hotelzimmer in Shanghai ein Couchtisch, der fast eine perfekte Kopie unserer Meridiani-Produkte war. Der einzige Unterschied bestand in der Größe und den Proportionen. Tischbeine Die Produkte wirkten unausgewogen und dadurch unattraktiv, und der Preis war deutlich niedriger. Das ist das Problem mit Fälschungen. Aber ich möchte eines noch einmal betonen: Wir verkaufen nicht nur Produkte, sondern auch eine Idee, ein Lebensgefühl und einen Lifestyle, die sich aus den Erlebnissen und Dienstleistungen globaler, professioneller Einzelhändler zusammensetzen. Bis zu einem gewissen Grad freue ich mich sogar darüber, dass unsere Produkte kopiert werden (nicht nur in China) – das zeigt, dass wir gute Produkte entwickelt haben. Der wahre Wert liegt jedoch im Zusammenspiel von „Produkt + Erlebnis + Service + weiteren Elementen“.

21. Jahrhundert: Wie kann italienische Ästhetik besser mit chinesischen Konsumenten in Kontakt treten? Gibt es Pläne zur Zusammenarbeit mit traditionellem chinesischem Handwerk oder zeitgenössischer Kunst?

Giorgio Gobbi: Konkrete Pläne gibt es derzeit noch nicht, aber in Zukunft ist es sehr wahrscheinlich. Mit unserer Marke vermitteln wir das Konzept des italienischen Lebensstils. Gleichzeitig erleben Chinas einheimische Bräuche und einst vernachlässigte Traditionen eine Renaissance. Sobald die chinesische Designszene einen Weg findet, das tiefgreifende kulturelle Erbe modern zu präsentieren, werden sich Kooperationsmöglichkeiten ganz natürlich ergeben. Aktuell sammeln wir über unser lokales Team und professionelle Vertriebspartner Feedback vom Markt, um zu verstehen, wie wir unsere Produkte an den modernen chinesischen Lebensstil anpassen können.

21. Jahrhundert: Wie lassen sich die nächsten großen Chancen und Risiken von „Made in Italy“ in China bewerten?

Giorgio Gobbi: Ehrlich gesagt gibt es nicht viele Risiken. Wie ich bereits sagte, habe ich viele Integrationsmöglichkeiten gesehen. Italienisches Design blickt auf eine lange Tradition zurück, China sogar auf eine noch längere. Allerdings wurde seine Designentwicklung einst unterbrochen. Ich habe viele Versuche erlebt, die jahrtausendealten Elemente Chinas mit modernen Techniken wiederzubeleben. Sobald sich dieser Trend etabliert hat, wird er enorme Chancen statt Risiken eröffnen. Der Schlüssel liegt darin, einen Weg der Integration zu finden und eine neue Art zu entwickeln, die Ästhetik des Lebens zu präsentieren – vielleicht nicht mehr ein rein italienisches Ideal, sondern eine komplexere und reizvollere Mischung.

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